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Veröffentlicht am 27.08.2019 - Land und Leute

"FEIN! Verkaufsausstellung" während der Schubertiade in der Galerie in der Poststelle Hirschbühl

Vernissage-Rede von Freitag, 23. August 2019, Galerie in der Poststelle Hirschbühl, zur Ausstellung von Tanja Niederfeld und Carmen Koberzin

DER HIMMEL HAT SIEBEN EBENEN ... und er hat einen Plan.

Jeder Mensch wird aus der Barmherzigkeit geboren und so hat sich auch meine Seele ganz bewusst entschieden, menschliche Begrenztheit anzunehmen, Erfahrungen zu machen, sich zu entwickeln und zu erinnern.

Auf der Erde angekommen, hat sich Verzweiflung in mir breit gemacht. Mein starkes Ego hält mich seither immer wieder im Würgegriff, will mich davon abhalten, allzu glücklich zu sein. Immer wieder will es mir einreden, dass das Leben Mühsal sei und dieses Glück kein Normalzustand.

Als ich begriffen habe, dass der Schmerz sich Geschichten ausdenkt um mich vom Fühlen abzuhalten, habe ich diese beiseitegeschoben und mich ins Gefühl fallen lassen, und plötzlich hat sich das Blatt gewendet. Meinen Widerstand aufzugeben und zu erkennen, dass ich mit all meinen Fehlern richtig bin, hat mich endlich befreit. Die Akzeptanz, ohne die Situationen des Lebens zu bewerten, ist der Schlüssel zum Glück.

Mit diesem Schlüssel habe ich eine neue Türe geöffnet und endlich gelernt zu vergeben. Ich weiß, Vergebung ist ein großes Wort und sie gelingt nur, wenn man erkannt, dass man jede Situation miterschaffen, und zur Verletzung beigetragen hat.

Auf der nächsten Ebene bin ich der Liebe begegnet. Einer bedingungslosen Liebe, die ich in erster Linie an mich selber und in Folge an jeden Nächsten verschenken kann.

Ich habe unglaublich viel Glück, denn ich bin begnadigt worden: Gott hat etwas hinzugefügt. Etwas Unaussprechliches, etwas wovon ich eigentlich keine Ahnung habe. Ich habe keine Ahnung von der Dimension der Gnade, die mir immer wieder widerfährt.

Seit allen Zeiten bin ich nun gesegnet und darf Segen sein für diese Welt.


Ich habe ein Geheimnis entdeckt: ICH bin ES.

Ich bin es, die mein Glück in Händen hält, die Stufe um Stufe auf der Glücksleiter nach oben steigen kann. Vor Rückschlägen und gelegentlichen Abstürzen bin ich nach wie vor nicht gefeit und sogar das Fallen ist meine Entscheidung. Meine Seele spricht dann zu mir, mein Körper übersetzt diese Sprache, so dass ich mehr und mehr verstehe, worum es in meinem Leben geht.

Ich bin die Schöpferin meiner Welt und so agiere ich, und wähle alle Ebenen des Himmels.

Diese himmlischen Ebenen erkenne ich auch in den Werken der beiden Künstlerinnen, die die aktuelle Ausstellung hier in diesem Raum bespielen.

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Tanja Niederfeld, geboren 1964 in Friedrichshafen am Bodensee, verknüpft als freischaffende Künstlerin Kunst und Handwerk auf unnachahmliche Weise, und ist mit ihren Arbeiten in namhaften Galerien vertreten.

Nach Druckgrafik, Zeichnungen, plastischen und bildhauerischen Arbeiten entdeckte Tanja Niederfeld die Malerei und den Holzschnitt für sich. Ihre Inspirationsquelle ist die Natur, im speziellen die Schwäbische Alp. Ihr Blick sei stets mit dem Anstieg auf die Berge und Hügel konfrontiert, hat sie mir erzählt und genau dieser Anblick lasse sie zur Ruhe kommen, sie fühle sich mehr und mehr geerdet und finde so zu sich selbst. Die Zeit in der wir leben, sei ihr oft zu stark bebildert, gebe zu viel Input, eine Sortierung der inneren Bilder sei für sie unerlässlich.

Nach diesen gesammelten Eindrücken entstehen erste Zeichnungen, die sie immer aufs Wesentliche reduziert. Erst dann schneidet sie in Holz. Ihre Druckfarben mischt die Künstlerin sehr sorgfältig selbst. Durch Überlagerung feinster Druckschichten entsteht auf ihren Kunstwerken eine äußerst stoffliche Oberfläche verbunden mit Vielschichtigkeit und Tiefe. Tanja Niederfeld ist eine Meisterin des Druckens und jeder ihrer Farbholzschnitte ist ein Handdruck, ein Unikat mit manchmal bis zu 20 Schichten. Da die einzelnen Ölfarbschichten zwischendurch immer erst wieder trocknen müssen, was durchaus Wochen dauern könne, seien in ihre Bilder auch viele Zeitschichten eingearbeitet, hat sie mir erklärt und gemeint, sie gehe oft zum 'Spielen' ins Atelier, lasse es zu, dass ihr das bedruckte Blatt die Frage stelle, wo es denn hingehen soll?

Sie habe auch oft das Gefühl, dass ihre Bilder auf genau den einen Menschen warten würden, der eben genau dieses Bild brauche.

Sie kreiert Kunst die guttut. In dieser Ausstellung in der Poststelle zeigt sie hauptsächlich Holzschnitte, unter anderem eine Limited Edition mit dem Titel: "Schwarzenberg", handgeschnittene Holzobjekte als eigene Kunstform belassen und eine kleine Malerei-Serie mit dem Titel: "Mädchen, Mädchen", in der sie ganz explizit immer wieder den zum jeweiligen Gefühl passenden Farbraum sucht und findet.

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Carmen Koberzin zeigt Textilhandwerkskunst auf höchstem Niveau. Sie bezeichnet sich selbst als 'Träumerin', die schon als Kind aus ihren Träumen zauberhafte Gewänder webte. Ihr Weg und ihr Interesse für fremde Kulturen, führte die Yogalehrerin, Ethnologin und Journalistin durch die Welt, und ihr Leben gibt vor und spiegelt sich in ihren Arbeiten wieder. Ihre wunderbaren Decken, Plaids und Schals werden in Familienbetrieben auf der Schwäbischen Alb produziert. Sie arbeitet auf seltenen, alten Handstrick- und Jaquard-Maschinen und ist immer wieder fasziniert, dass sich aus kaum sichtbaren Fäden sehr stabile Hüllen formieren. Aus feinsten Garnen wie Kaschmir und Merinowolle werden - durch ihr spezielles Design und das aufwendige Handwerk - Lieblingsstücke fürs Leben. So sei es ihr unlängst passiert, dass eine Frau am Ausstellungsstand der Gustav-Messe erst vorbei gegangen sei, sich dann plötzlich umgedreht habe, auf eine mit dunkelgrauem Cashmere-Garn und feinsten Goldfäden gestrickte Decke zugesteuert sei, und geflüstert habe: "Endlich habe ich dich gefunden..."

Neu in ihrer Kollektion sind Kleider mit klarer Silhouette, die die Persönlichkeit der jeweiligen Trägerin nicht überdecken. Sie verleihen Kontur und ermöglichen der ureigenen Identität jeder Frau den Rahmen um hervorzutreten. Carmen Koberzins Kreationen decken nicht zu, sie hüllen ein, sie umschmeicheln. Die graphischen Motive ihrer Ponchos umspielen die Trägerin, sie sind ein modischer Hingucker, ein Statement der Extraklasse. Aus der Kombination von feinsten Wollfäden und changierender Seide sind zeitlos elegante Tops entstanden, die fluffig leicht zu tragen sind. Ihre Handwerkskunst steht ganzheitlich unter dem Motto: Easy Living.

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Getreu diesem Motto lade ich Sie alle ein, sich heute Abend ganz besonders die Leichtigkeit des Seins zu gönnen.

Erspüren Sie die eine oder andere Ebene des Himmels, nehmen Sie's leicht und wählen Sie Gücklichsein, so oft wie möglich.

© Emma Fechtig, wordcraft, +43 664 235 7997


Öffnungszeiten "FEIN! Verkaufsausstellung", Galerie in der Poststelle Hirschbühl vom 24. August bis 1. September 2019:
Täglich von 9 bis 12 und 15 bis 19 Uhr

>>Download Ausstellungsfolder Schubertiade 2019

©Tanja Niederfeld
©Carmen Koberzin
©Tanja Niederfeld
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