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Veröffentlicht am 02.03.2016 - Land und Leute

Streiflichter aus der Geschichte

Bemerkenswertes und Erinnerungswertes

In Schwarzenberg erhielt das Benediktinerstift St. Gallen den gräflichen Herrenhof sowie die Grundherrschaft über die acht Huben am Vorderthalb, samt dem Patronat über die Pfarre, das heißt ,das Recht den Pfarrer zu stellen, wofür sie den Zehent aus sieben Huben erhielten. Huben könnte man mit Weilern gleichsetzen, die aber mit den heutigen Landschaftszuordnungen nicht ident sind. Wann diese Übertragung an St. Gallen erfolgte, kann quellenmäßig nicht zugeordnet werden. Vermutlich geschah es spätestens nach der Übernahme der Herrschaftsrechte durch Kaiser Barbarossa 1167. Quelle Heimatbuch S 44.

Schwarzenberg als Ort wurde nach  heutigem Wissensstand  erstmals 1270 in einer Urkunde des Kloster St. Gallen erwähnt. Im Jahre 1464 verkaufte Abt Ulrich Rösch von St. Gallen an den Konvent von Mehrerau. Dieser ursprünglich St. Gallen zugeordnete Besitz und die Pfarrer von der Abtei St. Gallen führten zu einer Eigenständigen Entwicklung der Schwarzenberger. Der oft witzige Gebrauch des Spruches: „Es gibt „Wible --‐ , Mändle und Schwarzenberger“ hat seinen Ursprung in der geschichtlichen Zuordnung. Hinzu kam noch, dass die Dörfer Egg und Andelsbuch im Besitz des Konventes Mehrerau standen und auch topografisch eine Trennung durch die Bregenzerache bestand. Die Haupterschließung war ja über den Losen – und Lorenapass und in den Hinterwald durch die Stiegeln. Brücken waren nur selten vorhanden und eine Straße nach Egg wurde erst weit später gebaut.

Von 1340 bis 1805 sind die politischen Entscheidungen nicht auf Ortsebene sondern von der Landamannschaft auf rechtlicher Basis des Landsbrauches (Gesetzgebung und Gerichtsbarkeit) erfolgt. Die politischen Gemeinden des Bregenzerwaldes in ihrem wesentlichen Bestand von heute, gibt es erst ab dem Jahre 1806. 

Der Schwarzenberger Viehmarkt zählte bis nach dem 2. Weltkrieg zu den größten und bedeutendsten Umschlagsplätzen im Alpenraum. Bis zu 2000 Tiere wurden aufgetrieben. Tags zuvor war der Alptag an dem die Herden von den Alpen ins Tal zurückkehrten. Die Tiere werden von den Hirtschaften der Alpen auf dem Dorfplatz getrieben und an die Tierbesitzer (Bauern) übergeben. Es ist heute noch ein Ehren--‐und Festtag für die zahlreichen Älpler, die nach der arbeitsintensiven und früher kargen Zeit zu den Familien heimkehren konnten.

Die Drei-Stufenwirtschaft in der Landwirtschaft. Eine Besonderheit in der Bewirtschaftung der landwirtschaftlich genutzten Flächen im Bregenzerwald ist teilweise bis heute bei uns erhalten geblieben.

Der Bauer mit seiner Familie richtet seinen Wohnsitz nach dem Grundfutterangebot in der Vegetation aus. Konkret hat bzw. hatte der Bauer 3 Besitzungen, Talbetrieb, Vorsäß (Voralpe) und Hochalpe. In den Vorsäßen und Hochalpen war und ist dieser Besitz ein Gemeinschaftsbesitz mit anderen Bauern. Am Gemeinschaftsbesitz gibt es Anteilrechte an denen auch Kuh--‐oder Weidenutzung für eine bestimmte Zeit gebunden waren der sind. Heute kaum mehr vorstellbar ist, dass früher alle Tiere auf die 20 bis 30 km entfernten Alpen aufgetrieben wurden. Diese großen Wege mussten auch die Schweine zu Fuß bewältigen. Damit die Tiere diese Strapazen überhaupt bewältigen konnten, mussten die Tierbesitzer vor dem Auftrieb mit den Schweinen Wegstrecken „trainieren“. Auf den Alpen wurde überwiegend Nebenprodukte von der Käseerzeugung wie „Schotten und Sigen“ an die Schweine gefüttert werden. Es war aber auch wichtig, dass die Schweine auf der Alpe regelmäßig ausgetrieben wurden, damit sie den Rückweg von der Alpe bewältigen konnten. Es war also vorrangig nicht die Gewichtzunahme sondern die Gehfähigkeit gefragt.

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