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Veröffentlicht am 04.08.2016 - Land und Leute - Leib und Seele - Kultur und Tradition

z'Alp go

Die Faszination des Alplebens von einem der es weiß.

 

Warum ziehen die ÄlplerInnen jedes Jahr wieder mit den Tieren auf die Alpen?
Was ist das Faszinierende am "z'Alp go"?
Wieso tun sich das ganze Familien an?

Solche oder ähnliche Fragen haben Sie sich sicherlich auch schon gestellt, wenn Sie auf einer Wanderung mit Alpleuten in Kontakt gekommen sind oder am Alptag die prachtvoll geschmückten Tiere und die stolzen ÄlplerInnen mit den Hüten voll Rosmarin, Federn und roten "Nägele" bewundert haben. Die folgenden Zeilen sind schlicht und einfach ein Versuch, die Beweggründe und Emotionen für ein erfülltes Alpleben näher zu bringen. Es geht darum, nicht nur das Sichtbare, sondern auch das Unsichtbare, das nicht Anfassbare, erleb- und spürbar zu machen.

Jeder von uns hat seinen Alltagstrott, Tagein, Tagaus und dies unter Umständen bereits seit Jahren. Mit Fortdauer der täglich wiederkehrenden Arbeitsaufgaben, Gewohn- und Gepflogenheiten, gibt es in jedem von uns einmal eine Stimme, die sich eine Veränderung wünscht. Raus aus dem Alltag, Sehnsucht nach Neuem, vielleicht auch ein Stück Abenteuersuche. Diesen Punkt hat sicherlich schon jeder von uns, mehr oder weniger stark ausgeprägt, einmal erlebt. In einer technikorientierten Berufswelt und von Medien dominierten Alltagswelt, entsteht in vielen Menschen der Wunsch und Drang zu einem ursprünglichen Leben im Rhythmus der Natur und im Einklang mit den Jahreszeiten. Der Drang zur jederzeitigen Erreichbarkeit, sich immer und überall mitteilen zu müssen (Twitter, Facebook & Co) und "up to date" sein, leistet einen weiteren Beitrag für eine Auszeit auf Zeit.

Z'Alp go ist wahrscheinlich ebenso widersprüchlich wie das übrige Leben auch, aber eben im Einklang mit der Natur und den Tieren. Morgens früh aus den Federn, nach den Tieren schauen, melken, Mist ausbringen, Käse produzieren, Alpwiesen pflegen, Verbuschungen zurückschneiden, Zäune erstellen und kontrollieren, Tiere verarzten und noch vieles mehr, um dann abends auf das vollbrachte Tagwerk zurückblicken zu können und die wohlverdiente Nachtruhe genießen zu können ist im wesentlichen der Alltag der Alpmenschen. Ist es vielleicht einfach die Tatsache, dass die geleistete Arbeit gleich sichtbar wird oder der Umstand, dass man in gewisser Art und Weise sein eigener Chef ist, dass der "Alpendrang" bei so vielen Leuten erlebbar wird und sich diese auch kein anderes Leben vorstellen können. Dazu kommen auch noch die Witterungseinflüsse wie Regen, Schnee, Hitze, Kälte und Wind, die einem den Spaß an der Arbeit in den Bergen vergrößern oder verderben können. Dazu kommen noch die Hände in der heißen Molke, der eiskalten Butter, am warmen Euter, dem vertrauten Hirtenstock und immer wieder im Gras und den Kräutern der Bergwelt. Intensiver geht es wahrscheinlich nicht mehr. Dieser ursprüngliche Rhythmus der Alpen schärft die Sinne und den Blick auf die wesentlichen Dinge im Leben.

Die Schweizer Berghilfe formuliert das Älplerleben so:
Hoch am Berg. Inmitten rauer Natur. Wind und Wetter ausgesetzt, Umzingelt von imposanten Gipfeln, Alleine mit den Elementen. Dem Vieh, den Ziegen, den Schafen. Für viele Bergbauern die schönste Zeit im Jahr. Natur und Tiere fordern einem alles ab. Was genau, weiß nur ein echter Älpler. Denn der hat einen siebten Sinn. Er versteht, wenn die Tiere sprechen, die Berge rufen, die Bäume erzählen, die Winde flüstern. Nur wer einen siebten Sinn hat, steht am Berg nicht am Berg.

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